Noch bevor es Theater gibt, gibt es das Spiel.

Spielen bedeutet zuzuhören, das Unerwartete anzunehmen, etwas zu wagen und gemeinsam etwas entstehen zu lassen – ohne die Freude am Spiel und daran, auf der Bühne zu stehen, zu verlieren.

Wir arbeiten mit dem Impuls zum Spiel, mit Spielfreude – der Freude am Spielen – und mit Spiellust – der Lust, sich einzulassen und im Moment zu bleiben.

Ein Fehler kann zum Impuls werden, eine unerwartete Reaktion eine neue Möglichkeit eröffnen. Es geht nicht darum, alles „richtig“ zu machen, sondern offen zu bleiben, wenn etwas nicht funktioniert, und daraus etwas Neues entstehen zu lassen.

Ausgehend von einfachen Kinderspielen, Praktiken des Physischen Theater und Improvisationen entdecken wir grundlegende Prinzipien des Spiels und übertragen sie auf die Theaterarbeit. Dabei entwickeln wir Präsenz, Wahrnehmung, Rhythmus, Energie und Reaktionsfähigkeit.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Dynamik von Major und Minor: führen und folgen, Raum nehmen und Raum geben, Impulse setzen und aufnehmen.

Auch das Publikum wird Teil dieser Arbeit. Wir lernen, seine Anwesenheit wahrzunehmen und als Teil des Spiels und der szenischen Situation anzunehmen.

Die im Spiel entwickelte Offenheit, Wachheit und Bereitschaft für den Moment bilden die Grundlage für die Arbeit mit der neutralen Maske.

Das Spiel und die neutrale Maske folgen derselben Suche: den Körper aus seinen Gewohnheiten zu lösen und eine freiere, sensiblere und kreativere Präsenz zu entdecken.

Mit der neutralen Maske verdichtet sich diese Suche zu einer essentiellen Präsenz.

Indem die Maske dem Gesicht seine gewohnte Ausdrucksfunktion nimmt, richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Körper. Geste, Gewicht, Rhythmus und Raum werden bewusster wahrgenommen.
Die neutrale Maske lädt dazu ein, weniger vorzugeben und dem Moment zu folgen. So können neue Formen von Handlung und Kommunikation entstehen, während gewohnte Automatismen und feste Absichten in den Hintergrund treten.

Die Handlung entwickelt sich aus Körper, Raum und Situation.

Neutralität ist keine Abwesenheit.
Sie ist ein offener Raum, in dem etwas entstehen kann:

eine Geste,
eine Handlung,
ein Bild,
eine Verwandlung.

Durch Physisches Theater, Improvisation, Bewegungspraxis und Maskenspiel entdecken wir neue Möglichkeiten, den Körper als Sprache und kreatives Ausdrucksmittel einzusetzen.

– Impuls zum Spiel, Spielfreude und Spiellust

– Präsenz, Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit

– Major und Minor – führen und folgen, Raum nehmen und Raum geben

– den Körper als Sprache und Ausdrucksmittel

– Bewegung, Rhythmus und Raum

– Improvisation und körperliches Erzählen

– die neutrale Maske und das Maskenspiel 

– das Publikum als Teil der szenischen Situation

Der Workshop richtet sich an Schauspieler:innen, Performer:innen, Tänzer:innen und alle, die ihre körperliche Ausdruckskraft, Präsenz und Spielfreude erweitern möchten.

Vorerfahrung ist nicht erforderlich.

23.–25. Oktober 2026

Freitag: 18:00–21:00 Uhr
Samstag: 10:00–17:00 Uhr
Sonntag: 10:00–15:00 Uhr

Berlin-Kreuzberg

 €150–190 · Sliding Scale

Bitte wähle den Beitrag, der deiner aktuellen finanziellen Situation entspricht. Wenn du einen höheren Beitrag zahlen kannst, unterstützt du damit die Teilnahme von Menschen mit geringeren finanziellen Möglichkeiten.

PREMIEREN ALERT!!!

MAI – BERLIN

JUNI – ROM 

UNTER DER REGIE VON MINA TINABURRI 

NICHT VERPASSEN!!



Der Körper weiß mehr, als der Verstand! Lass dich von der Energie, den Bewegungen und dem inneren Rhythmus tierischer Körper durchdringen.
Lerne, wie Instinkte, Triebe, Bewegungen und Verhaltensweisen von Tieren deine Bühnenfiguren bereichern und deine Präsenz auf der Bühne stärken.
Erschaffe hybride Figuren zwischen Mensch und Tier und entdecke tierische Kraft, Reaktivität, Beweglichkeit und Ausdrucksstärkedie deine Charaktere lebendig machen.

Zielgruppe:Für alle, die ihren Körper als Ausdrucksmittel entdecken und erweitern wollen – Schauspieler:innen, Performer:innen, Theaterbegeisterte oder neugierige Entdecker:innen. Vorerfahrung ist nicht nötig, wichtig sind Neugier, Bewegungsfreude und die Bereitschaft, in die Energie und den Rhythmus tierischer Körper einzutauchen.

Berlin Kreuzberg
24.–26.04.2026
Fr 18–21 Uhr | Sa 10–17 Uhr | So 10–15 Uhr
Preis: € 195 – 145 (Sliding Scale)



Durch Rhythmus, Geste und übersteigerte Mimik entwickeln die Teilnehmer:innen Figuren, inspiriert von der Sprache des Cartoons: unmittelbare, reduzierte und hochdynamische Charaktere, die aus präzisen körperlichen Impulsen entstehen.

Der Rhythmus ist die unsichtbare Struktur des Spiels: Geschwindigkeit, Präzision und Timing formen eine Dramaturgie der Bewegung. Die Szene entsteht wie ein Live-Montageprozess – jede Aktion ruft die nächste hervor, in einer kontinuierlichen rhythmischen Kette.

Stimme und Klang werden Teil der Handlung: Onomatopöien, Geräusche und vokale Elemente ersetzen oder verstärken Sprache und verwandeln die Szene in eine physisch-klangliche Partitur.

Auch das Kino wird körperlich: Zoom, Replay, Zeitlupe und Flashback sind keine zu beobachtenden Techniken mehr, sondern Handlungen, die durch den Körper erfahren, neu interpretiert und auf der Bühne verkörpert werden.

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